Es gibt auf LinkedIn ein besonders wirkungsvolles Postformat, das regelmäßig für hohe Aufmerksamkeit und viele Interaktionen sorgt: das Karussellformat. Dabei können Nutzer durch mehrere Slides wischen und sich Inhalte Schritt für Schritt erschließen. Dieses Format eignet sich hervorragend, um komplexe Themen anschaulich, strukturiert und unterhaltsam zu vermitteln.
Karussell-Posts sind deshalb so beliebt, weil sie Interaktion fördern. Deine Zielgruppe bleibt länger bei deinem Beitrag, klickt sich aktiv durch die Inhalte und beschäftigt sich intensiver mit deinem Thema. Du kannst damit zum Beispiel Referenzprojekte vorstellen, eine Geschichte erzählen, Wissen vermitteln oder gezielt auf einen Leadmagneten aufmerksam machen. Die Möglichkeiten sind vielseitig und lassen sich sehr flexibel einsetzen.
Um ein Karussell zu erstellen, brauchst du zunächst die passenden Slides. Wichtig dabei: Ein Karussell besteht nicht aus einzelnen Bildern, sondern aus einer mehrseitigen PDF-Datei. Jede Seite dieser PDF entspricht später einer Slide im Karussell. Du kannst dir das vorstellen wie eine Präsentation, bei der jede Folie eine eigene Seite hat.
Ein typisches Beispiel wäre ein Karussell mit Tipps oder Anleitungen. Die erste Seite dient als Einstieg und weckt Interesse, zum Beispiel mit einer Überschrift oder einem klaren Nutzenversprechen. Auf den folgenden Seiten präsentierst du jeweils einen Punkt oder einen Gedanken. Die letzte Slide kannst du nutzen, um zu einer Handlung aufzufordern, etwa eine Direktnachricht zu schreiben oder weitere Inhalte anzufordern.
Wenn deine PDF-Datei fertig ist, beginnst du auf LinkedIn einen neuen Beitrag. Du schreibst zunächst ganz normal deinen Begleittext. Anschließend klickst du auf das Plus-Symbol, um Inhalte hinzuzufügen. Entscheidend ist hier, dass du kein Bild auswählst. Mehrere Bilder würden lediglich eine Galerie erzeugen, aber kein echtes Karussell. Stattdessen wählst du die Option „Dokument hinzufügen“ und lädst deine mehrseitige PDF hoch.
Nach dem Upload vergibst du einen Titel für das Dokument. Dieser Titel wird später im Beitrag angezeigt und sollte klar machen, was den Leser im Karussell erwartet. Sobald die Datei geladen ist, siehst du bereits eine Vorschau und kannst durch die einzelnen Slides scrollen. Damit ist dein Karussell technisch erstellt und bereit zur Veröffentlichung.
Ein zusätzlicher Tipp zur Gestaltung: Karussells können in unterschiedlichen Formaten angelegt werden, zum Beispiel im klassischen 16:9-Format oder im Verhältnis 4:5. Besonders empfehlenswert ist das Format 4:5, da es im Feed mehr Platz einnimmt und dadurch stärker ins Auge fällt. Das erhöht die Aufmerksamkeit und kann die Interaktionsrate deutlich steigern.
Mit diesem Vorgehen kannst du eigene Karussell-Posts erstellen, die nicht nur optisch überzeugen, sondern auch inhaltlich Mehrwert bieten und deine Sichtbarkeit auf LinkedIn nachhaltig verbessern.
