LinkedIn wird von vielen Unternehmen noch immer als „eine weitere Social-Media-Plattform“ betrachtet. Doch genau das greift zu kurz. LinkedIn ist längst mehr als ein Ort für digitale Lebensläufe – es ist ein strategisch extrem wertvoller Kanal für Sichtbarkeit, Employer Branding und Leadgenerierung, insbesondere im B2B-Bereich.
In diesem Artikel erfährst du, warum du LinkedIn als Unternehmen nutzen solltest und wie du das volle Potenzial der Plattform ausschöpfst.
LinkedIn ist mehr als nur eine weitere Social-Media-Plattform
Social-Media-Plattformen gibt es viele – und völlig zurecht fragen sich Unternehmen, auf welchen Kanälen sie wirklich aktiv sein sollten. Ein zentraler Grundsatz im Marketing lautet dabei:
Eine Plattform ist nur dann sinnvoll, wenn sie auch konsequent und intensiv genutzt wird.
Viele Unternehmen erstellen Profile auf Instagram oder Facebook, posten dort aber nur sporadisch. Die Folge: kaum Reichweite, kaum Ergebnisse und schnell die Erkenntnis „Das bringt nichts“. Das Problem ist dabei jedoch nicht die Plattform, sondern die fehlende strategische Nutzung.
Genau hier setzt LinkedIn an – und unterscheidet sich grundlegend von klassischen Social-Media-Kanälen.
Unternehmensseite oder persönliche Profile – was ist sinnvoller?
Grundsätzlich gibt es zwei Wege, wie Unternehmen auf LinkedIn aktiv werden können:
- Über eine Unternehmensseite
Ähnlich wie bei Facebook oder Instagram kannst du eine offizielle Unternehmensseite erstellen und dort Inhalte veröffentlichen. - Über persönliche Profile der Mitarbeitenden
Mitarbeitende berichten aus ihrem beruflichen Alltag, teilen Einblicke in Projekte, Kultur und Zusammenarbeit.
Aus der Praxis zeigt sich klar:
👉 Persönliche Profile sind auf LinkedIn deutlich relevanter als Unternehmensseiten.
Sie erzielen mehr organische Reichweite, wirken authentischer und passen besser zum Kern der Plattform – denn LinkedIn ist ein berufliches Netzwerk.
Warum persönliche Profile auf LinkedIn so wirkungsvoll sind
Auf LinkedIn vernetzen sich Menschen bewusst auf beruflicher Ebene. Genau deshalb erwarten Nutzer dort Inhalte rund um Jobs, Unternehmen, Projekte und berufliche Erfahrungen.
Im Gegensatz zu Instagram, wo Urlaubsbilder oder Essen im Vordergrund stehen, ist beruflicher Content auf LinkedIn ausdrücklich gewünscht. Mitarbeitende können hier:
- über ihren Arbeitsalltag berichten
- Einblicke in Projekte geben
- Erfolge, Herausforderungen und Learnings teilen
Das macht Unternehmen nahbar und glaubwürdig. Es geht dabei nicht darum, alles perfekt darzustellen. Auch Dinge, die noch nicht optimal laufen, dürfen thematisiert werden – solange sichtbar wird, dass daran gearbeitet wird.
LinkedIn als Schlüsselplattform für Employer Branding
Gerade im Employer Branding spielt LinkedIn seine größte Stärke aus. Wenn Mitarbeitende selbst über ihr Unternehmen sprechen, entsteht ein authentisches Bild der Arbeitgebermarke.
Potenzielle Bewerber bekommen echte Einblicke:
- Wie ist die Unternehmenskultur wirklich?
- Wie arbeiten die Menschen zusammen?
- Welche Werte werden gelebt?
Das wirkt deutlich stärker als jede Hochglanz-Karriereseite.
Leadgenerierung über Mitarbeiter-Netzwerke
Ein weiterer zentraler Vorteil: Leadgenerierung.
Deine Mitarbeitenden sind auf LinkedIn mit anderen Fachkräften, Entscheidern und potenziellen Kunden vernetzt. Wenn sie regelmäßig relevanten Content teilen, entsteht automatisch Sichtbarkeit bei genau den richtigen Zielgruppen.
Als Unternehmen kannst du das gezielt unterstützen, zum Beispiel durch:
- LinkedIn-Schulungen für Mitarbeitende
- klare Social-Media-Guidelines
- bezahlte Kampagnen, die Inhalte zusätzlich verstärken
Das Potenzial ist enorm – besonders im B2B-Bereich.
Bekanntheit und Öffentlichkeitsarbeit auf LinkedIn
Natürlich hat auch die Unternehmensseite ihre Berechtigung. Sie dient als offizieller Anlaufpunkt und stärkt die Markenpräsenz. Der eigentliche Hebel für Bekanntheit liegt jedoch darin, dass viele Menschen gleichzeitig über dein Unternehmen sprechen.
LinkedIn wächst stark – auch im deutschsprachigen Raum. Wer hier sichtbar ist, bleibt im Gespräch und erreicht kontinuierlich neue Menschen, sei es für Kunden, Bewerber oder Kooperationspartner.
Das 80/20-Prinzip für LinkedIn-Unternehmen
Ein bewährter Ansatz ist das Pareto-Prinzip:
- 20 % des Aufwands → Unternehmensseite
- 80 % des Aufwands → Mitarbeitende und deren persönliche Profile
Wenn du diesen Fokus setzt, hast du sehr gute Chancen:
- deine Arbeitgebermarke nachhaltig zu stärken
- Vertrauen aufzubauen
- neue Kunden über LinkedIn zu gewinnen
Fazit: Warum LinkedIn für Unternehmen unverzichtbar ist
LinkedIn ist heute eine der wichtigsten Plattformen für Unternehmen – besonders im B2B-Bereich. Der größte Erfolgsfaktor liegt dabei nicht in perfekten Unternehmensposts, sondern in echten Menschen, die Einblicke geben und Haltung zeigen.
Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden aktiv einbinden, profitieren mehrfach: von mehr Reichweite, mehr Glaubwürdigkeit und messbaren Geschäftschancen.
