7 einfache Marketing Tipps für Ihren Online Shop

10.03.2020 | Blog

Sie haben sich einen Onlineshop erstellt oder betreiben schon länger einen Onlineshop und möchten nun weiter wachsen? Wir haben für Sie sieben einfache Marketing Tipps für Ihren Online Shop zusammengestellt, mit denen Sie mehr Sichtbarkeit für Ihren Shop und damit auch mehr Umsatz für Ihr Unternehmen generieren können.

Ein Onlineshop ist heutzutage schnell erstellt und der “Trockenbau” ist innerhalb weniger Minuten online gestellt. Wer allerdings glaubt, dass durch das Einstellen der Produkte der Shop direkt zum Erfolg wird, der schneidet sich in den meisten Fällen. 

Neben performance-orientierter Werbung, über die Umgestaltung und Optimierung des User Interfaces bis hin zur Suchmaschinenoptimierung gibt es unzählige Faktoren, die maßgeblich am Erfolg Ihres Onlineshops beteiligt sind. Einige davon sind eine Wissenschaft für sich, andere sind bewährte Hilfsmittel, um mit wenig Aufwand einen großen Ertrag zu gewinnen. Steigen wir also ein und schauen wir uns die sieben einfachen Marketing Tipps an, mit denen Sie zukünftig den Erfolg Ihres Online Shops weiter vorantreiben können.

«Wer glaubt, dass der Erfolg mit der alleinigen Erstellung eines Onlineshops kommt, der liegt meistens falsch.»
– Arne Bosse, Managing Partner

Gleich zu Beginn sei dabei gesagt, dass es keine Erfolgsformel für Onlineshops gibt. Was für einen Fahrrad-Onlineshop funktioniert, muss noch lange nicht für einen Kaffeebohnen-Onlineshop funktionieren. Hierbei gilt die im Online Marketing allgemein gültige Prämisse: Wer testet, gewinnt. 

Schauen Sie sich deshalb bewusst andere Onlineshops an und bewerten Sie für sich, welche Marketingmaßnahmen dort positiv sind und gut funktionieren können – und welche für Ihren Shop wohl ehr nicht funktionieren können. 

Wie Sie mit diesen einfachen Marketing-Tipps Ihren Onlineshop noch erfolgreicher machen.

1/ Lassen Sie Ihre Texte von einem professionellen Texter schreiben

Während gute Texter es schaffen, dass sich Ihre Produkte nahezu von selbst verkaufen, so neigen unerfahrene Onlineshop-Betreiber oftmals dazu, ihre Texte auf das wesentliche zu reduzieren und nicht klar auf den Punkt zu kommen.  

Das ist auch verständlich und nicht wertend gemeint: Als Onlineshop-Betreiber (oder Verantwortlicher) müssen Sie sich jeden Tag um viele verschiedene Sachen kümmern. Die Zeit, die notwendig ist, um professionelle Texte zu schreiben – oder es erstmal zu lernen – ist oftmals nicht vorhanden. 

Professionelle Texter sind dabei eine hervorragende Hilfe, die Sie dabei unterstützen können, nicht für ansprechende Texte für Ihre Seitenbesucher zu erstellen, sondern auch für die Suchmaschinen, damit Ihr Shop möglichst weit oben steht.   

2/ Installieren Sie das Facebook-Pixel und Google Analytics 

Wer online erfolgreich werden möchte, muss sich mit Tracking und Daten beschäftigen. Das liegt manchen mehr als anderen, durch moderne Tools ist eine Analyse und ein effizientes Tracking aber vergleichsweise leicht umsetzbar.

Mit dem Facebook-Pixel kann das Soziale Netzwerk tracken, welche Seiten ihre Besucher aufgerufen haben und bspw. auch tracken, wann und über wie viel Umsatz ein Besucher einen Kauf getätigt hat. Diese Daten können Sie nutzen, um gezielt Seitenbesucher wieder anzusprechen (das sogenannte Retargeting, mehr dazu bei Tipp 6), oder auch um zu prüfen, wie viel Werbebudget Sie ausgeben müssen, um einen bestimmten Umsatz zu erzielen. Das ist dann die sogenannte Ermittlung des ROAS, dem Return aus Ihrem Werbebudget. 

Mit Google Analytics können Sie nachverfolgen, von wo Ihre Seitenbesucher kommen, wie sie sich auf Ihrer Seite verhalten und wann Sie wieder verschwinden. Optimal, um herauszufinden, warum Besucher sich zum Beispiel ein bestimmtes Produkt anschauen, aber es nicht kaufen.  

Ein kleiner Hinweis an dieser Stelle: Die Integration von Google Analytics und Facebook Pixel ist innerhalb innerhalb von ein bis drei Stunden durch einen erfahrenen Webdesigner oder Programmierer erledigt. Achten Sie aber bitte unbedingt auf die datenschutzrechtlichen Bestimmungen und lassen Sie sich dazu im Zweifel durch Ihren Datenschutzbeauftragten oder einem Anwalt mit Spezialisierung auf Datenschutz-Themen beraten. Im Normalfall benötigen Sie für das Tracking einen Cookie-Hinweis und müssen Ihren Besuchern ebenfalls ermöglichen, dieses Tracking zu untersagen.  

3/ Nutzen Sie Empfehlungsmarketing 

Nichts ist wirkungsvoller, als eine ehrliche Empfehlung. Nutzen Sie die Macht der Empfehlungen und weisen Sie ihre Onlineshop-Kunden bspw. mit kleinen Grußkarten oder E-Mails im Anschluss an eine Bestellung darauf hin, den Shop an Freunde weiterzuempfehlen.

Tipp: Verstärken Sie die Wirkung dieser Marketingmaßnahme, in dem Sie Ihren Kunden Rabatt-Codes für ihre Freunde anbieten. Damit werden die Freunde bestehender Kunden noch mehr motiviert, in Ihrem Shop eine Bestellung zu tätigen.

 

4/ Starten Sie einen Email-Newsletter 

Die Meinungen über Email-Newsletter gehen weit auseinander. Während die einen Email-Newsletter hochpreisen, beklagen andere niedrige Öffnungsraten und geringe Erfolgsquoten. Meine Meinung dazu: Die Email-Adressen Ihrer Kunden gehören, wenn Sie entsprechend die Einwilligung im Rahmen der DS-GVO einholen, Ihnen. Nutzen Sie diese Kontaktinformationen und versenden Sie automatisiert Email-Newsletter an Ihre Kunden zu.

Die Erfahrung zeigt hier: Je besser Ihre Betreffe geschrieben sind und je genauer Sie die Interessen Ihrer Zielgruppe ansprechen, desto höher sind die Öffnungsraten Ihrer Emails und desto mehr Personen klicken auch auf die Links.

 

5/ Schalten Sie Werbeanzeigen auf Facebook und Google

Eine der wohl effizientesten und am besten messbaren Möglichkeiten, Umsatz im Onlineshop zu generieren, ist über Werbeanzeigen auf Facebook und Google. Die Rede ist dann vom sogenannten Performance Marketing, also Marketingmaßnahmen, die anhand konkreter Daten messbar, vergleichbar und auswertbar werden.

Die Möglichkeiten sind hier schier unendlich – und jeden Tag kommen neue hinzu. So können Sie über Facebook auch Werbeanzeigen auf Instagram oder in Apps platzieren. Darüber hinaus können Sie Ihre Zielgruppen haargenau definieren:

  • Demografischen Merkmalen, wie Geschlecht, Alter oder auch dem Wohnort
  • Interessensbasierte Merkmale, wie Hobbies (Fußball, Autosport), Marken (Nike, Brand Eins, ProSieben) oder auch Persönlichkeiten (Angela Merkel, Bastian Schweinsteiger, Til Schweiger)
  • Verhaltensbasierte Merkmale, bspw., ob die Personen aktive Onlinekäufer sind, ob sie ein Smartphone oder einen Computer nutzen, etc.

Darüber hinaus können bei Facebook sogenannte Custom Audiences und auch Lookalike-Audiences erstellt werden, dazu gleich mehr unter Punkt 6.

Bei Google ist die Handhabung ähnlich. Während bei Facebook und Instagram ehr Push-Marketing zum Einsatz kommt, so ist es im Werbespektrum bei Google differenzierter. 

  • Such-Anzeigen: Hier kann Ihre Werbeanzeige direkt in der Google-Suche stehen. Sucht beispielsweise jemand “Fahrrad kaufen” bei Google, so könnte Ihr Unternehmen bei diesem Begriff durch eine Werbeanzeige weit vorne in der Google Suche stehen.
  • Display-Anzeigen: Hier wird Ihre Werbeanzeige als Display-Anzeigen (wie Werbebanner) auf anderen Seiten präsentiert, die thematisch passend sind.

Darüber hinaus können über Google auch die Werbeplatzierungen bei YouTube eingebucht werden, um dort Videowerbeanzeigen zu platzieren. Mit je einem Werbekonto bei Facebook und Google lassen sich also zahlreiche relevante Werbeplatzierungen bespielen, die einen Großteil der Internetnutzer täglich sehen.

 

6/ Nutzen Sie Dynamic Ads und werben Sie nach dem Amazon-Prinzip

Bei Dynamic Ads werden wie Werbeanzeigen auf Facebook dynamisch erstellt. Das bedeutet: Wenn ein Besucher sich beispielsweise in Ihrem Shop das Fahrrad Alf aus der Serie Greenline anschaut, es aber noch nicht kauft, dann bekommt er auf Facebook Werbeanzeigen des Fahrrads Alf oder weitere Fahrräder aus der gleichen Serie ausgepielt.

Der Mehrwert dieser Form von Werbeanzeigen ist schnell ersichtlich: Kaufabbrecher, die – aus welchem Grund auch immer – sich Produkte angesehen und vielleicht sogar in den Warenkorb gelegt haben, sie aber nicht gekauft haben, werden so wieder zurück in die Customer Joruney geholt. Das Ergebnis unter dem Strich: Hervorragende Kaufabschlusszahlen und ein sehr positiver Return. 

Wer Dynamic Ads nicht nutzen möchte, kann auch eine stark vereinfachte Form nutzen. Wir nennen das intern das werben nach dem Amazon-Prinzip. Für die Experten unter den Lesern: Damit meinen wir das klassische Retargeting. Schaut sich ein Nutzer das Fahrrad Alf an und kauft es nicht, kann er auch einfach generell über Facebook oder YouTube (etc.) wieder angesprochen werden mit dem Hinweis, gerne den Kauf abzuschließen. Wenn bereits auf der Website das Logo und die Marke klar visualisiert werden, dürfte auch bei dieser einfachen Form des Retargetings ein positiver Effekt eintreten und sich die Verkaufszahlen in der Regel verbessern. 

Übrigens muss Retargeting nicht zwangsläufig für einen Shop realisiert werden – auch eine herkömmliche Website kann Retargeting nutzen. Aus meiner Sicht ist es eine der effizientesten und preisgünstigsten Arten online zu werben. Die Budgets starten ab 1€ pro Tag und Website-Besucher können so spielend leicht weiter an das Unternehmen gebunden werden. Unternehmen, die das nicht nutzen, verspielen meiner Meinung nach auf jeden Fall ein riesiges Potential.

 

7/ Aus den Daten lernen, die gewonnen werden.

Gerade im Performance Marketing, aber auch durch den Online Shop selbst, werden zahlreiche Daten erhoben. Neben den Klickzahlen, CPM-Werten (Tausend-Kontakt-Preis) oder der Kennzahl der Kosten, die pro Bestellung entstehen (CPO), gibt es viele weitere Statistiken und Daten, aus denen Sie als Betreiber oder Verantwortlicher lernen können.

Stellen Sie, wenn Sie mit diesen Daten arbeiten möchten, unbedingt vorher eine Hypothese auf, die Sie überprüfen möchten. Wenn Sie sich die Daten einfach “aus Lust und Laune” anschauen, werden sie keine aussagekräftigen Belege oder fundierte Entscheidungen treffen können. 

Eine Hypothese, die beliebt ist, ist es zu prüfen, ob die Zahl der Bestellungen pro 1.000 Besucher beim Internet Explorer geringer ist, als bei anderen Browsern. Das lässt sich anhand der Daten analysieren und, falls die Hypothese zutrifft, Änderungen vornehmen. 

Nutzen Sie die Daten. Prüfen Sie regelmäßig den Erfolg des Onlineshops und optimieren Sie, um Ihre Ergebnisse zu verbessern.

Fazit zur Onlineshop-Vermarktung

Einen Onlineshop zu erstellen ist einfach. Ihn dagegen zu vermarkten ist ein hartes Stück arbeitet. Dabei scheitert es seltener an den vielseitigen Möglichkeiten der Vermarktung, sondern meistens daran, dass zu viele Maßnahmen gleichzeitig in Angriff genommen werden und dann nicht zu 100% ausgeführt werden.

Machen Sie sich Gedanken darüber, welche Vermarktungsform für Ihren Onlineshop am Besten funktionieren könnte. Starten Sie damit, sich in Ihre Zielgruppe hinein zu versetzen und überlegen Sie dann, wie und wann Sie ihre Zielgruppe am besten ansprechen können.

Holen Sie sich auch eine zweite Meinung ein. Onlineshop-Marketing muss nicht teuer sein; es kann aber schnell teuer werden, wenn die geplanten Maßnahmen nicht fruchten. Nutzen Sie gerne auch das kostenlose Strategiegespräch von Bosse & Partner, um eine fundierte und professionelle zweite Meinung zu bekommen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Vermarktung Ihres Shops!